Ashtanga Yoga ist eines der ältesten dynamischen und sehr intensiven Hatha-Yoga-Systeme, in welcher Übungsreihen in fließenden Bewegungen durchgeführt werden.
Dieser Yogastil ist zwar als kraftvolle und sehr intensive Form bekannt, die aber richtig ausgeführt zu einer ruhigen und konzentrierten Praxis – einer Meditation in Bewegung - führen und den Geist beruhigen und entspannen sollte. Die körperlichen Übungen sind nur ein Aspekt von Yoga und dienen als Mittel, um den Körper gesund zu halten und ihn für das Üben von Dhyana (Meditation) vorzubereiten.
Die Hauptpraxis des Ashtanga Yoga besteht aus festgelegten Serien (insgesamt sechs Serien) von Körperhaltungen, bei der verschiedene yogische Techniken wie das Vinyasa-Prinzip, Ujjayi-Atmung, Bandhas und Dristhi miteinander kombiniert werden.
Patthabi Jois, der Entdecker des Ashtanga Yoga, vergleicht das Ashtanga Yoga Prinzip mit einer Kette (Mala), bei der wie Perlen auf einer Schnur die Körperhaltungen nach einer bestimmten Struktur aneinandergereiht und mit dem Atem verbunden werden.
Die Ashtanga Yoga Praxis kann schon nach kurzer Zeit eine tiefgreifende Veränderung auf körperlicher, geistiger und energetischer Ebene ermöglichen:
Der Körper wird geschmeidiger und kräftiger, die Konzentrationsfähigkeit und Entspannungsvermögen gesteigert und das Selbstvertrauen gestärkt.
Diese Übungsform wird bei Anahata Yoga Münster in der Traditionslinie von Sri K. Patthabi Jois unterrichtet und ist für alle Menschen unabhängig von Alter und Konstitution geeignet.
Ujjayi-Atmung
Beim Ashtanga Yoga spielt der Atem eine ganz besondere Rolle.
Es wird während der gesamten Praxis eine besondere Atemtechnik praktiziert, bei der durch Verengung der Stimmritze ein Reibelaut in der Kehle erzeugt wird und an ein Meeresrauschen erinnert.
Diese Atemkontrolle hat nicht nur entschleimenden Effekt, sondern führt auch zur Kontrolle des Geistes.
Bandhas und Drishti
Die Atmung steht im Ashtanga Yoga immer in Verbindung mit der Aktivierung der sog. Bandhas. Hier werden bestimmte Muskeln eingesetzt, um den Energiefluss zu steuern.
Mit Dristhi ist die Blickausrichtung gemeint. Jeder Körperhaltung ist einenm bestimmten Blickpunkt (es gibt insgesamt 9) zugeordnet, um den Geist auf eine Stelle auszurichten.
Vinyasa
Alle Körperhaltungen im Ashtanga Yoga sind durch eine exakt festgelegte Reihenfolge miteinander verbunden, bei der Bewegung und Atmung (Vinyasa) kombiniert werden.
Die jeweilige Köperhaltung wird über eine bestimmte Bewegungsfolge erreicht, wobei jede einzelne Position an eine Ein- oder Ausatmung gekoppelt ist. Durch die Verbindung von Bewegung und Atmung wird innere Hitze erzeugt und der Körper gereinigt.
Die Einheit von Körperhaltungen, Ujjayi-Atmung und Blickausrichtung (Drishti) führt zu einem körperlichen und geistigen Wohlgefühl, das zu Ruhe und Ausgeglichenheit führt.
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